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Martha zu „Die Bogenschützin“

Anfang des 15.Jh. lebte in der Mark Brandenburg das Adelsgeschlecht derer von Quitzow. Ihre Besitztümer und Burgen lagen in der Prignitz und dem Havelland.

Durch eine Mischung aus geschickter Heiratspolitik, gewalttätigen Übergriffen und strategisch klugen Verträgen erweiterten sie ihren Einflussbereich auf ein beträchtliches Gebiet zwischen der Elbe und Berlin. Immer wieder wurden sie später wegen ihrer Skrupellosigkeit als »Wegelagerer und Raubritter« bezeichnet.

Machtstreben und Freiheitsdrang brachten die Brüder Johann und Dietrich von Quitzow 1411 schließlich in Konflikt mit dem von König Sigismund neu eingesetzten Verweser der Mark Brandenburg: Friedrich von Hohenzollern. Die von Quitzows verweigerten ihm die Gefolgschaft, woraufhin er sie 1414 gewaltsam unterwarf, ihre Burgen eroberte, ihren gesamten Besitz einzog, Johann gefangennahm und den flüchtigen Dietrich ächtete.

Dieses historische Geschehen liegt der Idee des Romans zugrunde, der an dieser Stelle anknüpft.

Da ich selbst aktive Bogenschützin bin, hat es mir besonders viel Spaß gemacht, mit der fiktiven Hedwig von Quitzow eine Bogenschützin in den Mittelpunkt des Geschehens zu stellen.

Übersichtskarte zu „Die Bogenschützin“

Meine grobe Karte von dem Gebiet, in dem die Bogenschützin sich bewegt. Hier auch als Download

Haarmode im 15. Jahrhundert

Eine Leserfrage zu „Die Bogenschützin“: "Im 4. Abschnitt wird kurz erwähnt, dass Hedwig sich - wie es damals Mode war - die Stirn rasierte. Wie kann ich mir das vorstellen? Sind damit die kürzeren Haare am Haaransatz gemeint?"

Weil die Antwort als Bild viel hübscher ist, unten ein paar Porträts von damaligen Schönheiten.